Am 26.10.2012 fand in Leipzig der 4. Controllertag der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Nachhaltig – Effektiv – Effizient“. Die HTWK ist damit also nun auch auf den Nachhaltigkeitszug aufgesprungen. Da sich das Wirtschaften immer irgendwie mit Nachhaltigkeit verbinden lässt, passt da thematisch vieles rein. Natürlich gibt es auch viele neue Möglichkeiten für das Controlling sich hier bei der Messung der entsprechenden Maßnahmen auszutoben. Leider hatte die HTWK bei der Auswahl der Referenten zum Thema keine glückliche Hand. Die Vorträge drehten sich, wenn überhaupt, oft nur am Rand um das Controlling. So referierte Dipl.-Ing. Thomas Hörtinger der Leiter des Kraftwerks Lippendorf über die Wirkungen von energiepolitischen Entscheidungen auf die Wirtschaft. Der Leiter einer Niederlassung von HOCHTIEF Solutions AG Dipl.-Wirt.-Ing. Carsten Sellschopf erklärte energieeffizientes und nachhaltiges Bauen am Beispiel von Büroimmobilien. Mark Conway wollte gar die mehrheitlich anwesenden Studenten dazu motivieren innovative Unternehmen im Energiebereich zu gründen und sich von seiner Venture-Capital Gesellschaft Steelhouse Ventures Limited finanzieren zu lassen. Etwas Controlling enthielt die Darstellung zum CO2-Reporting von Dipl.-Volkswirt Stefan Barthelmes von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfung. Über die Umsetzung des Controllings in einem Handwerksbetrieb sprach Dipl.-Betriebswirtin Anne-Christin Eule, Geschäftsführerin der Hermann Eule Orgelbau Bautzen GmbH. Der Beitrag zur Schuldenkrise von Dipl.-Volkswirt Stefan Kübert von der Deutschen Bundesbank hatte eigentlich nichts mit dem Controlling zu tun. Alles in allem ein interessantes Programm für Studenten die hier einen Rundumschlag aus verschiedenen betriebswirtschaftlichen Bereichen bekamen. Für den Controller aus der Praxis fanden sich leider kaum interessante Anstöße für die praktische Umsetzung. Angesichts einer Vielzahl von Veranstaltungen zum Controlling bleibt die Frage wie sie sich die HTWK zukünftig thematisch besser abgrenzen will.

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