Nur etwa die Hälfte der Energieversorger plant bis 2014 Investitionen in Smart Grids. Das sind intelligente Verteilernetze die für den Erfolg der Energiewende notwendig sind. Dagegen planen drei Viertel der Versorger die Erzeugung von Ökostrom zu erhöhen. Zu diesem widersprüchlichen Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Branchenkompass 2012 Energieversorger“ von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Dazu wurden Vorstände, Geschäftsführer sowie Manager aus den Bereichen Finanzen und Controlling von 100 Energieversorgern durch das Marktforschungsinstitut forsa befragt.

Investitionen in die Instandhaltung und Modernisierung der Verteilnetze planen sieben von zehn Energieversorgern. Weitere 65 Prozent wollen in das in das Energiedatenmanagement investieren. Die Investitionszurückhaltung der Versorger bei Smart Grids wird mit den sich abzeichnenden höheren Netzentgelten für die Finanzierung der neuen Stromtrassen erklärt. Aus dem Netzentwicklungsplan der vier großen Übertragungsnetzbetreiber ergibt sich ein Investitionsbedarf von 32 Milliarden Euro. Nach einer Studie zu Investitionskosten in Smart Grids, die im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) erstellt wurde, lägen die notwendigen Investitionen für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Rahmen des Aufbaus intelligenter Netze (Smart Grids) bis 2030 allein bei etwa sieben Milliarden Euro.

Auch die Investitionen in die konventionelle Energieerzeugung kommen scheinbar zu kurz. In den kommenden drei Jahren planen nur 30 Prozent der Energieversorger Investitionen in die dringend benötigten Gaskraftwerke. Diese hätten aus der Sicht der Kraftwerksbetreiber eine zu geringe Rendite.

Quelle: Presseinformation Steria Mummert Consulting

SMART GRID Studie des VKU (Kurzfassung)