Als Eh-da-Kosten bzw. EDA-Kosten werden gelegentlich in der betrieblichen Praxis Ressourcen bezeichnet die „eh da“ sind. Eigentlich handelt es sich um fixe Kosten (Fixkosten). Diese werden im Grunde erst durch den Umstand, dass das zur Verfügung gestellte Leistungspotential nicht oder nicht vollständig benötigt wird zu Eh-da-Kosten. Es sind also Kosten von Überkapazitäten, die nicht sofort abgebaut werden können. Im selteneren Fall haben die vorhandenen Ressourcen keine Kapazitätsbeschränkung und verbrauchen sich zumindest kurzfristig nicht. Das wäre zum Beispiel bei Unternehmenslizenzen für Software oder Patenten der Fall. Eh-da-Kosten ist also kein Begriff aus der Kostenrechnung bzw. dem Controlling und auch nicht in der Literatur zu finden.

Der Controller darf sich immer wieder mit der Eh-da-Kosten Logik herumschlagen. Das Argument, dass die Eh-da-Kosten quasi kostenfrei sind, stimmt meist nicht. Laufende Kosten können früher oder später doch abgebaut werden. Unwirtschaftliche Investitionen verursachen meist nicht unbeträchtliche Folgekosten, zum Beispiel für Wartung, Instandhaltung und Verwaltung. Auch die Management-Kapazität wird mehr oder weniger beansprucht.

Der klassische Fall sind Personalkosten für Eh-da-Mitarbeiter, die aus verschiedensten Gründen entlassen werden müssten, dies aber nicht möglich scheint. Wenn diesen Mitarbeitern Tätigkeiten übertragen werden, muss – so die Logik – das erzielte Arbeitsergebnis nicht wirtschaftlich sein. Schon aus arbeitsrechtlichen Gründen sollte ein Einsatz gut überdacht werden. Ein betriebsbedingter Kündigungsgrund könnte durch den Einsatz wegfallen. Außerdem sollten keine Tätigkeiten übertragen werden die nicht der ursprünglichen Stelle entsprechen.

Werden die freien (Eh-da) Ressourcen zwischenzeitlich eingesetzt, muss also darauf geachtet werden, dass der Einsatzzweck nicht zum Grund wird, dass diese nicht mehr abgebaut werden können. Auch sollten die verursachten Zusatzkosten über den Erlösen bzw. vermiedenen Kosten liegen. Bei verschiedenen Einsatzmöglichkeiten ist (unter Betrachtung aller Faktoren) die günstigste Variante auszuwählen.