Die Zuschlagskalkulation ist ein Verfahren der Kostenrechnung zur Ermittlung der Selbstkosten und des Verkaufspreises bzw. Angebotspreises. Dabei werden die Gemeinkostenzuschlagssätze die mittels des Betriebsabrechnungsbogens ermittelt wurden, eingesetzt.

Zuschlagskalkulation

Das Vorgehen zur Ermittlung der Selbstkosten stellt sich wie folgt dar:

  1. Ermittlung der Materialkosten aus der Summe der Materialeinzelkosten und den Materialgemeinkosten die wiederum das Produkt der Materialeinzelkosten und dem Materialgemeinkostenzuschlagssatz sind.
  2. Ermittlung der Fertigungskosten aus der Summe der Fertigungseinzelkosten (Fertigungslöhne), den Sondereinzelkosten der Fertigung und den Fertigungsgemeinkosten die wiederum das Produkt der Fertigungseinzelkosten und dem Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz sind.
  3. Ermittlung der Herstellkosten aus Materialkosten und Fertigungskosten.
  4. Ermittlung der Verwaltungsgemeinkosten als Produkt aus Herstellkosten und Verwaltungsgemeinkostenzuschlagssatz
  5. Ermittlung der Vertriebsgemeinkosten als Produkt aus Herstellkosten und Vertriebsgemeinkostenzuschlagssatz
  6. Ermittlung der Selbstkosten aus Verwaltungsgemeinkosten, Vertriebsgemeinkosten und den Sondereinzelkosten des Vertriebs.

Darauf aufbauend kann die Angebotskalkulation erfolgen:

  1. Der Barverkaufspreis wird aus den Selbstkosten zuzüglich einem Gewinnaufschlag (in %) ermittelt.
  2. Wird darauf noch das Skonto zugeschlagen erhält man den Zielverkaufspreis.
  3. Nachdem dazu der dem Kunden voraussichtlich zu gewährende Rabatt hinzugerechnet wird ergibt sich der Listenverkaufspreis.

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